Gute Nachricht

Zusage für dich

Vor Gott brauchst du keine Fassade

Jesus wendet sich Menschen zu, die ihre Bedürftigkeit kennen. Gnade heißt: Gottes Hilfe lässt sich nicht erarbeiten. Ehrlichkeit öffnet dich dafür, sie anzunehmen.

Verzichte heute auf eine Ausrede und bitte ehrlich um Verzeihung.

  • Lukas 18,9–14
  • Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 1996
Ein unbeschriftetes Radio verbindet eine rauchende Stadt mit einer warm beleuchteten Kirche und einem Kreuz.
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⛪ MIT GOTT AUFWACHEN – UND DIE WELT KLARER SEHEN

Dein Radiowecker kann dich mit Kriegsnachrichten oder mit der Laudes in den Tag schicken. Radio Horeb, K-TV, EWTN, Die Tagespost und Vatican News verbinden Weltgeschehen mit Glauben. Du findest heraus, welches Format dich informiert, sammelt und für gute Entscheidungen stärkt.

4. August 2026

Du wachst auf, bevor du richtig wach bist. Der Radiowecker betet, während draußen die Stadt erwacht.

Auf Radio Horeb können Morgengebet, Rosenkranz und Laudes erklingen. Der Rosenkranz ist ein Gebet, bei dem Christen mit wiederholten Sätzen das Leben Jesu betrachten. Die Laudes ist das kirchliche Morgengebet, mit dem Christen den neuen Tag Gott anvertrauen.

Später öffnest du Vatican News, liest einen Artikel der Tagespost oder schaust bei K-TV und EWTN eine Nachrichtensendung. Die Welt ist da, aber du hast entschieden, welcher Stimme sie zuerst begegnet.

Wozu konsumierst du Medien? Die Antwort entscheidet mit darüber, ob Nachrichten dich zerstreuen oder für dein Leben in der Welt sammeln.

Die erste Stimme des Tages

Medien liefern Fakten und prägen zugleich deine Aufmerksamkeit. Sie zeigen dir, was als dringend gilt, welches Bild vom Menschen sich festsetzt und welche Frage du als Nächstes stellst.

Das Evangelium ist die gute Nachricht von Jesus Christus, der Schuld und Tod nicht das letzte Wort lässt. Aus diesem Glauben dürfen katholische Medien auf Krieg, Gewalt, Missbrauch und politische Verantwortung schauen.

Du brauchst nicht weniger Wirklichkeit. Du brauchst eine Mitte, von der aus du sie ansehen kannst.

Gute Nachricht ist deshalb nicht einfach angenehme Nachricht. Sie fragt, was wahr ist, wer leidet, wer Verantwortung trägt und worauf ein Mensch hoffen kann, wenn der Nachrichtenstrom weiterzieht. Wie diese Stimmen entstanden sind, sagt viel über ihren Auftrag.

Fünf Geschichten, fünf Einstiege

Im Stall des Almhofs Lässer stand 1993 ein provisorisches Studio. Drei Jahre später ging Radio Horeb auf Sendung; der Sender erzählt diese Entstehung als Führung Gottes. Seit 1997 gehört Radio Horeb zur Radio-Maria-Weltfamilie, die katholische Sender in vielen Ländern verbindet.

Das Programm setzt diesen Ursprung morgens praktisch fort: Gebetszeiten, die Heilige Messe als katholischer Gottesdienst, Interviews, Lebenshilfe, Nachrichten, Glaubenskurse und Podcasts stehen nebeneinander. Die Podcasts lassen sich nachhören, sodass ein voller Tag nicht über einen festen Sendeplatz entscheidet. Bambambini bringt Kindern Geschichten, Gebete und kindgerechte Glaubenserklärungen; dazu kommen Kinderkatechismus, Erstkommunionsvorbereitung und Jugendformate für dich und deine Familie.

1968 durfte Pfarrer Hans Buschor, der spätere Gründer von K-TV, eine Messe mit Pater Pio, einem italienischen Kapuziner und späteren Heiligen, filmen. K-TV berichtet, es sei die letzte Messe des Kapuziners gewesen. Aus dieser Arbeit wuchs 1999 ein Fernsehsender mit Gottesdiensten, Gesprächen, Vatikan- und Heilig-Land-Berichten, Dokumentationen sowie Kinder- und Jugendangeboten.

EWTN, das Eternal Word Television Network, startete 1981 in Alabama mit Mutter Angelica, einer amerikanischen Ordensfrau, zwölf Ordensschwestern und 200 Dollar in einer Klostergarage. Mutter Angelica verstand ihre Heilung nach einer schweren Rückenkrankheit als Wunder und sah darin den Auftrag, Menschen über moderne Medien zu Christus zu führen. Ihre Sendungen, besonders „Mother Angelica Live“, zeigen bis heute, wie deutlich ein katholisches Medium sprechen darf.

Die Tagespost entstand 1948 durch Johann Wilhelm Naumann als katholische Zeitung für Politik, Gesellschaft und Kultur. Vatican News führt die Geschichte des vatikanischen Rundfunks bis zu Papst Pius XI. und Guglielmo Marconi, einem Pionier der Funktechnik, zurück: Am 12. Februar 1931 ging Radio Vatikan auf Sendung, seit 2017 ist es in das multimediale Portal Vatican News eingebunden.

Kinder finden bei EWTN einen Barmherzigkeitsrosenkranz und kindgerechte Glaubenserklärungen. K-TV zeigt Kinderliturgie und Reihen wie „Superbuch“, die Tagespost führt Kinderkatechese, also kindgerechten Glaubensunterricht, und die „Junge Tagespost“. Vatican News hat kein eigenes regelmäßiges Kinderprogramm, bietet aber Berichte und Gebete für Familien und zeigt damit, dass katholische Medien unterschiedliche Aufgaben haben.

Ein katholischer Blick führt in die Welt

Die katholische Färbung dieser Angebote ist ihr Auftrag. Radio Horeb will Menschen für ein Leben mit Gott gewinnen, EWTN will Christus durch moderne Medien verkünden, K-TV dient dem Evangelium, die Tagespost verbindet Journalismus mit katholischer Sicht auf den Menschen, und Vatican News deutet Ereignisse aus der Sendung der Kirche. Wer sie auf fromme Spezialthemen reduziert, übersieht Nachrichten, Reportagen, Kinderprogramme, Gespräche und Glaubenskurse.

Darum sprechen diese Medien von Sünde, also der Abwendung von Gott, von Vergebung, Berufung, Ewigkeit und Wahrheit, wenn andere Texte bei Stimmung, Nutzen oder Macht stehen bleiben. Du darfst ein katholisches Medium katholisch lesen und seine Glaubensfreude als Stärke erkennen. Dieser Blick bleibt nicht im Studio.

Die Linie zwischen Glaube und Nachricht bleibt klar: Eine Gründungsgeschichte wird als Geschichte des Senders kenntlich gemacht, ein Heilungsbericht als Glaubenszeugnis und eine Nachricht als Nachricht. So halten die Beiträge an der Wahrheit fest, ohne ihre Überzeugung zu verstecken.

Medien formen deinen Auftrag

Jede Nachricht hinterlässt etwas: ein Bild vom Menschen, ein Gefühl für Gefahr und eine Vorstellung davon, was als Erfolg gilt. Wer morgens mit Terror, Börse und politischem Streit aufsteht, trägt diese Auswahl oft länger mit sich herum, als ihm bewusst ist.

Ein Gebet am Morgen richtet deinen Blick auf Gott, der dich in diese Welt sendet. Du gehörst ihm in deiner Familie, deiner Nachbarschaft und deinem Beruf.

Das zeigt sich im Umgang mit einem unzufriedenen Mitarbeiter, bei einem Fehler und bei einer Kündigung, wenn Zahlen und ein menschliches Gesicht vor dir liegen. Eine Sendung, ein Gebet oder ein Gespräch über das Evangelium nimmt dir diese Entscheidungen nicht ab, erinnert dich aber daran, dass du dabei vor Gott stehst und für Menschen verantwortlich bist.

So entsteht ein anderer Zugang zur Wahrheit der Welt. Wer weiß, wem er gehört, kann nüchterner ansehen, was geschieht, und mit größerer Hoffnung dienen. Was daraus im Alltag wird, hängt an deinem Medienrhythmus.

Dein Medienrhythmus kann klein beginnen

Du brauchst dafür kein volles Programm. Radio Horeb passt zum Start in den Tag und zum Hören nebenbei. K-TV und EWTN tragen Gottesdienst, Gebet und Bild ins Wohnzimmer, wenn du nicht in die Kirche kommst; die Tagespost eignet sich für die wöchentliche Einordnung.

Für aktuelle vatikanische Nachrichten ist Vatican News ein direkter Einstieg. Für Glaubensfragen helfen bei Radio Horeb „Kurs 0“ und der „Grundkurs des Glaubens“, bei K-TV „Katholisch auf den Punkt“ und bei EWTN „CREDO“ oder „Kath-Kurs“.

Ein fester Zeitpunkt für Nachrichten und ein anderer für Gebet, Glaubensunterricht oder ein Gespräch schützen vor dem Minutentakt der Benachrichtigungen. So konsumierst du Medien, um wahrer zu sehen und besser zu handeln.

Vielleicht beginnt dieser neue Rhythmus mit einem Kind, das Bambambini hört, mit Mutter Angelica, die eine unbequeme Frage stellt, oder mit der Laudes im Halbdunkel. Die Welt bleibt da. Du hörst sie mit Gott.

Quellen

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